Klausel 7.5.3 Steuerung dokumentierter Information
(nach ISO/IEC 27001:2022)
Dokumentierte Informationen müssen nicht nur erstellt und aktuell gehalten, sondern auch wirksam gesteuert werden. Eine unzureichende Lenkung kann dazu führen, dass falsche, veraltete oder unbefugte Informationen verwendet werden, was die Wirksamkeit des Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) beeinträchtigt. Diese Klausel stellt sicher, dass dokumentierte Informationen geschützt, verfügbar und kontrolliert genutzt werden.
Zweck der Klausel
Klausel 7.5.3 soll gewährleisten, dass dokumentierte Informationen angemessen gelenkt werden, um deren Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität und Nachvollziehbarkeit sicherzustellen. Ziel ist es, die zuverlässige Nutzung der ISMS-Dokumentation zu ermöglichen und Risiken durch Fehl- oder Missbrauch von Dokumenten zu vermeiden.
Die Steuerung von Versionen muss sichergestellt sein:
eindeutige Versionskennzeichnung
Dokumentation von Änderungen
Nachvollziehbarkeit des Änderungsverlaufs
Kontrolle der Verteilung neuer Versionen
Versionierung ist zentral für Transparenz.
8. Dokumentation und Überprüfung der Steuerung
Die Steuerung dokumentierter Informationen muss dokumentiert und überprüft werden:
Dokumentenlenkungsverfahren
Nachweise über Zugriffs- und Änderungsrechte
Überprüfung im Rahmen interner Audits
Anpassung bei Änderungen oder Feststellungen
So bleibt die Dokumentenlenkung wirksam.
Zusammenfassung
Klausel 7.5.3 fordert, dass Organisationen dokumentierte Informationen wirksam steuern. Durch klare Regelungen zur Verfügbarkeit, zum Schutz, zu Zugriffsrechten, Versionierung, Archivierung und Nutzung externer Dokumente wird sichergestellt, dass die ISMS-Dokumentation zuverlässig, sicher und auditfähig ist. Diese Klausel bildet die Grundlage für eine kontrollierte und vertrauenswürdige Dokumentation im Informationssicherheitsmanagementsystem nach ISO/IEC 27001:2022.